Im Juli 2002 machte Dominique Görlitz mit seinem Schilfboot Abora 2 weltweite Schlagzeilen. Er und seine internationale Crew segelten im östlichen Mittelmeer zwischen Ägypten, Zypern und Libanon und bewiesen damit, dass unsere Vorfahren in der Steinzeit in der Lage sein mussten, zielgerichtet über's weite Meer zu fahren und auch wieder zurück.
Die Abora 2 vergammelte aufgrund Geldmangel im Hafen von Alexandria. Der Originalnachbau war bis Mitte November 2003 kostenlos in der Messehalle 2 in Chemnitz zu bestaunen. Das faszinierende dabei: man konnte sie angreifen, auf ihr herumklettern und bekam (fast) jede Frage beantwortet. Entweder vom 'Meister' selbst, oder von einem der 20 Schüler aus 3 Gymnasien in und um Chemnitz, die in diesem Projekt involviert sind.
Was mit der Abora 2 in Zukunft wird, weiß noch keiner. Spektakulär wäre es, wenn sie in Chemnitz bleibt. Idealerweise ist man hier gerade schwer am umbauen: das Kaufhaus Tietz wird zum Kulturkaufhaus mit Museum ect.. Das Kaufhaus Schocken wird ab 2005 (?) das sächsische Landesmuseum für Archäologie beherbergen. Prima, könnte man meinen, da würde doch die Abora 2 ganz gut reinpassen; auch thematisch wäre es ein Exponat von internationalem Rang wie der versteinerte Wald, der ebenfalls hier in Chemnitz zu sehen ist. Aber im Rathaus ist die Abora 2 noch kein Thema - zumindest bis Anfang Oktober. Nicht zu fassen... >8-/
Die norwegische Flagge am Schiff ist ein Wink mit dem Zaunspfahl! D.Görlitz bräuchte nur mit dem Finger zu schnippen und ein Tieflader würde sich mit ihr auf den Weg nach Norden machen. Da wollen wir mal das Beste hoffen und nochmal im Rathaus nachbohren...
Im Herbst 2006 war die Abora 2 wieder mal zu Gast in Chemnitz. Mehrere Wochen stand sie vor dem Einkaufcenter Sachsen-Allee. Dort erfuhr der neugierige Besucher, dass im Sommer 2007 die
Abora 3 den Atlantik von Amerika nach Europa überqueren will, da sind wir mal gespannt..
Die Überfahrt, welche am 11. Juli 2007 in New York startete, musste am 4. September aufgrund äußerst widrigen Wetters abgerochen werden. Dennoch wurde das Experiment nicht als gescheitert angesehen. Interessierte Leser klicken sich
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