Der Südring... ...ist eine 4-spurige Stadtumgehung in den südlichen Außenbezirken Chemnitz'. Erbaut in den 70ern (von Neefestr. bis Annaberger Str.), wurde seine Fortführung anschließend auf Eis gelegt. Nach der Wende wurde das Projekt wieder aufgegriffen und 2002 ein weiteres Stück (Annaberger Str. bis Bernsdorfer Str.) fertiggestellt. Am 13.12.2005 erfolgte nun eine weitere Teilstückfreigabe (Bernsdorfer bis Augustusburger Str.).
Quer durch ehemalige Kleingärten, Felder und auch durchs beschauliche Adelsberg zieht sich nun das Band aus "Flüster"-Asphalt bezogenen, betonabgegrenzten Fahrbahnen, von Bohrpfahlwänden getragene Schallschutzwälle, auf deren Gipfel eine noch lärmhemmendere Lärmschutzwand thront und vermutlich einer "bunten" (pfffft ;-) Zukunft entgegensieht. Zu allem Überfluss ist es zu nächtlicher Stunde in eine gleißende Helligkeit getaucht, dass die auf dem Mittelstreifen angepflanzten Bäumchen in Versuchung kommen auch nachts ihre Blüten zu öffnen! Wieso das denn...? Laut STVZO dürfen öffentliche Straßen (wozu auch der Südring zählt) nur von KFZ befahren werden, die (u.a.) über eine funktionierende Beleuchtungsanlage verfügen.
Damit die "Farbgebung" sozusagen ein wenig kanalisiert wird, ließ die Stadt zumindest die tristen Betonwände der Zufahrtsrampen an der Kreuzung Zschopauer Str. von Künstlern ihres Genres offiziell verzieren. Andernorts werden Graffitis oft (und meist zu Recht) als Schmiererei abgetan. Hier ist diese Kunst als Auftragswerk von den Autofahrern zu bewundern. Doch wo zum Teufel ist der Südring in Chemnitz??? Da hilft der Link zum interaktiven Stadtplan weiter:
Nachtrag 2010: seit geraumer Zeit schon wird abends ab 23:00 immer eine Seite der 2-armigen Straßenlampen wechselseitig ausgeschalten. Das ist sehr löblich, doch immer noch zu viel! Wie schon oben erwähnt: KFZ haben über eine funktionierende Beleuchtungsanlage zu verfügen...
Mittlerweile gibt es auch einen Wikipedia-Eintrag zum Thema:
hierlang...
Auch in der lokalen Presse ist der Südring hin und wieder im Gespräch. Eine Aussicht zur aktuellen Planung des Weiterbaus gibt ein
Artikel der FreienPresse dazu.